Pemmikan & Trockenfleisch: Powernahrung selbst machen

Pemmikan? Trockenfleisch? Beef Jerky? Biltong? Ist das alles das gleiche? Nicht ganz. Aber eines haben diese Dinge alle gemein. Und zwar die „Basis“. Dörrfleisch. Als Trekker, Prepper und Kraftsportler findest du in Trockenfleisch und Pemmikan die Powernahrung schlechthin. Warum, wieso, weshalb; das erklärt dir PemmikanSelfma.DE.

Erklärt: Pemmikan, was ist das?

Pemmikan (oder Pemmican) stammt vom Wort „pimikan“ aus der Sprache der Cree. Diese Indianer besiedelten einst fast ganz Nordamerika, von den Rocky Mountains im Westen bis zum Atlantik im Osten. Die Cree jedenfalls nutzten Pemmikan als Reise- und vor allem Notfallproviant. Das hatte vor allem zwei Gründe. Erstens ist „pimikan“ sehr nahrhaft. Zweitens lange haltbar.

Zumal auch die Herstellung von „Pem“ denkbar einfach war – und bis heute ist. Die Cree schnitten einfach Bison- oder anderes Fleisch in Streifen. Dieses wurde an der Luft getrocknet und dann über Feuer geröstet. So verlor das Fleisch rund 80 Prozent seines Wasseranteils. Anschließend wurde das Trockenfleisch zu einem Pulver zerrieben und im Verhältnis drei zu eins mit Talg und Knochenmarksfett vermischt. Dieses „Grundrezept“ gilt bis heute.

Indianer an der Ostküste – wie zum Beispiel die Irokesen – „entwickelten“ dieses Grundrezept zu Mokakin weiter. Indem sie dem Pemmican ganz einfach getrocknete Beeren beimischten. Das ergab weitere Nährstoff (Stichwort Vitamine) sowie obendrein Geschmack.

Mindesthaltbarkeit: Wie lange hält Pemmikan?

Ein weiterer Vorteil von Pemmikan ist das geringe Gewicht. Gegenüber Frischfleisch wiegt Pem nur noch rund ein Fünftel. Aus 100 g Fleisch werden so also 20 g Dörrfleisch. Davon ab kannst du Trockenfleisch bzw. Pemmikan auf vielerlei Art genießen. Zum Beispiel pur. Oder du kochst dir unterwegs ein schmackhaftes Süppchen. Unterwegs? Korrekt: Pem ist mittlerweile unter Outdoorern – wie damals bei den Indianern – extrem beliebt. Kein Wunder, wenn du dir die Nährwerte anschaust. 100 g Pemmikan liefern dir 500 bis 600 Kalorien. Nur zum Vergleich: Bist du auf einem Trek, brauchst du pro Tag an die 2.200 Kalorien. Diese 2.200 Kalorien in Form von Trockenfleisch wiegen keine 400 g. Dein Rücken dankt es dir, garantiert. Zumal Trockenfleisch bzw. Pemmican auch noch wenig Platz im Rucksack braucht und bis zu zwei Jahre haltbar ist.

Mittlerweile bekommst du Pemmican daher auch industriell herstellt. Leider samt den heute typischen Konservierungsstoffen und billigem Palmfett. Selbstgemacht ist Pem natürlich gesünder. Außerdem billiger. Beim Trekking profitierst du jedenfalls von

  • viel Nährwert
  • langer Haltbarkeit
  • wenig Gewicht
  • wenig Platzbedarf

Trockenfleisch ist außerdem ein toller Eiweißlieferant für Kraftsportler. Dörrfleisch vom Rind enthält zum Beispiel bei 187 kcal satte 40 g Eiweiß bei nur 3 g Kohlenhydrate und 1 g Fett. Ein Trockenfleisch-Snack am Abend oder zwischendurch liefert deinen Muckis also einen geballten Proteinschub.

Der Clou: Du kannst Trockenfleisch (sowie Pemmikan) recht einfach selbst herstellen. Und zwar zu deutlich günstigeren Kosten als du das Zeugs im Handel bekommst. Ohne billiges Palmfett, ohne Konservierungsstoffe, ohne Zucker, ohne (extrem viel) Salz.

Do ist yourself: Pemmikan selbst machen

Zum Trockenfleisch selbst machen brauchst du lediglich einen Dörrautomaten. Diesen bekommst du auf Amazon schon für 30, 40 Euro. Richtig gute Geräte, von denen du lange etwas hast, kosten um die 100 bis 200 Euro. Im Vergleich zum industriell produzierten (somit teurem) Trockenfleisch oder Pemmikan hast du das Geld schnell wieder drin. Zumal du einen Dörrautomat auch für Obst, Gemüse und Kräuter nutzen kannst. So hast du jederzeit Trockenobst oder gar Gemüsebrühepulver im Haus. In Krisenzeiten durchaus interessant.

Pemmikan selbst ist wie gesagt recht leicht gemacht. Zuerst bereite das Fleisch vor:

  1. trenne Fett und Sehnen ab
  2. schneide das Fleisch in Streifen bzw. Stücke
  3. trockne es im Dörrautomat

Anschließend zerbrösel’ das Dörrfleisch zu Pulver und mische es in diesem Verhältnis:

  • 3 Teile Trockenfleisch
  • 1 Teil Fett
  • Salz
  • Pfeffer
  • Kräuter

Mit Trockenobst, Kräutern und Gewürzen kannst du weitere Rezepte und Pemmikan ganz nach deinem Geschmack kreieren. Egal ob für Trekking, Proteinversorgung oder Notverpflegung.

Nur andere Namen? Beef Jerky & Biltong

Pemmikan bzw. die „Basis“ Trockenfleisch ist übrigens nicht nur in Nordamerika bekannt. Ob Hirten in Tibet, die alten Kelten in Europa oder Nomaden in der Mongolei: Dörrfleisch war und ist weltweit ein Hit. In Nordamerika ist zum Beispiel Beef Jerky extrem beliebt. Generell aus Rind hergestellt, unterscheidet sich Beef Jerky aber vom quasi verwandten Pemmican. Denn beim Beef Jerky wird das Fleisch vor dem Dürren in eine Würzmarinade eingelegt. Diese verspricht weiteren Geschmack, ist allerdings auf amerikanische Gaumen ausgerichtet.

In Afrika ist dagegen Biltong bekannt. Der Ursprung liegt allerdings bei holländischen Kolonisten. So ist auch der (niederländische) Name erklärt. „Bil“ steht für Keule, „Tong“ für Zunge. Rind oder (in Afrika) heimisches Wild wird jedenfalls in Essig mariniert, dann mit einer zuckerhaltigen Würzmischung behandelt und schließlich an der Luft getrocknet. Nach zwei Wochen ist das Fleisch halb getrocknet, weswegen Biltong unbedingt im Kühlschrank zu lagern ist. Gänzlich getrocknet hält sich Biltong hingegen wie Pemmikan an die zwei Jahre.

PemmikanSelfma.DE richtet sich jedenfalls an dich als Outdoorer und Trekker. Aber auch an Prepper zur Krisen- und Notfallversorgung, Kraftsportler und sogar Tier- bzw. Hundebesitzer. Denn auch für Bello & Co. ist Trockenfleisch eine tolle Idee. Zumindest ohne „moderne“, aber eben überflüssige Konservierungsstoffe.

Was erwartet dich also auf PemmikanSelfma.DE? Vieles. Zum Beispiel Hintergrundinfos, Rezepte oder die Vorstellung passender Produkte. Mehr demnächst…