Dörrobst selbst machen: 5 Tipps für optimale Ergebnisse

Du willst Dörrobst selbst machen? Eine gute Idee, gesünder ist die eigene Herstellung im Vergleich zu gekauften Trockenobst allemal. Dennoch solltest du einiges beachten. Hier fünf Tipps für optimale Ergebnisse.

  1. Früchte
  2. Vorbereitung
  3. Dörren
  4. Dörrdauer
  5. Lagerung

Dörrobst selbst machen #1: Früchte

Zuerst ist wichtig, welche Früchte sich überhaupt für Dörrobst eignen? Die simple Antwort: eigentlich alle. Die Klassiker sind Äpfel, Birnen, Pflaumen, aber auch Feigen und Marillen. Magst du es exotisch, taugen außerdem Ananas, Bananen, Kiwis, Mangos, Papayas und sogar Zitrusfrüchte. Fazit: Dörren kannst du an Früchten fast alles. Selbst Paprika, Tomaten, Oliven oder Kokosnuss. Wichtig: Achte auf einen niedrigen Fettgehalt.

Tipp: Trockenobst ist nur so gut wie das frische Produkt. Vermeide unreife ebenso wie überreife Früchte oder angefaultes Obst.

Trockenobst selbst machen: Vorbereitung

Dörrobst selbst machen #2: Vorbereitung

Ebenfalls wichtig ist die Vorbereitung des Dörrguts. Heißt: waschen und (gut) abtrocknen. Bei Bedarf außerdem entkernen. Das gilt selbst bei kleinen Kernen wie in Äpfeln oder Birnen, wobei du bei diesen mit einem Apfelentkerner gleich das ganze Kerngehäuse entfernen kannst. Kleine Früchte wie Zwetschgen oder Marillen kannst im Ganzen dörren. Größere Früchte musst du hingegen in Scheiben, Ringe oder Spalten schneiden. Die Dicke der Scheiben sollte je nach Obst fünf bis 20 mm betragen. Doch Obacht: Dickere Scheiben erinnern nach dem Dörren eher an Leder statt Trockenobst.

Tipp 1: Die Schale kannst du entfernen oder nicht. Lässt du sie dran, erhältst du mehr Vitamine. Allerdings ist dann der Dörrprozess länger. Außerdem kann sich die Frucht wegen der ungleich langen Dörrdauer von Schale und Fruchtfleisch „unschön“ verziehen.

Tipp 2: Schälst du die Frucht – wie zum Beispiel Äpfel -, kannst du Schalen extra dörren und dir aus diesen später einen leckeren Früchtetee zubereiten.

Dörrobst selbst machen #3: Dörren

Schon geht es an das eigentliche Dörren. Backofen? Oder doch ein Dörrautomat? Die zweite Option ist die bessere Methode. Günstige Geräte bekommst du schon für unter 50 Euro. Willst du öfter dörren, sollten du ab 100 Euro investieren.

Tipp 1: In der Regel kannst du dich an die Angaben des Herstellers halten, was die Dörrdauer angeht. Mitunter ist es aber besser, wenn du diese um 20 bis 25 Prozent verlängerst.

Tipp 2: Willst du im Backofen dörren, benötigt dieser die Funktion „Heißluft“. Ohne diese musst du dagegen mit einem Holzlöffel die Tür offenhalten. Damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Da das Dörren im Ofen je nach Dörrgut und Dicke der Stücke sechs bis zwölf Stunden (bei 50 Grad Celsius) dauert, kostet dich das allerdings viel Energie und damit Geld. Vor allem bei offener Tür…

Dörrobst selbst machen: Dauer & Lagerung

Dörrobst selbst machen #4: Dörrdauer

Die wohl schwierigste Frage für Anfänger ist wohl, wann das Dörrgut fertig ist? Hierzu solltest du vor allem eines wissen, nämlich was beim Dörren geschieht. Einfache Antwort: Dörren entzieht dem Dörrgut die Feuchtigkeit bzw. eben das Wasser. Bei Obst macht Wasser bis zu 90 Prozent aus. Beim Dörren senkst du den Wasseranteil auf nur noch zehn bis 15 Prozent. Bakterien, die für Verderb sorgen, sind ab einem Wasseranteil von 35 Prozent erledigt. Schimmel kann allerdings noch bis 15 Prozent Wasseranteil auftreten. Fertiges Trockenobst erkennst du jedenfalls an seiner Konsistenz. Statt wie frisches Obst saftig-weich ist gut gedörrtes Trockenobst recht zäh, aber biegsam.

Dörrobst selbst machen#5: Lagerung

Dennoch solltest du bei der Lagerung aufpassen. Verwende kein Papier, zum Beispiel Papierbeutel. Papier bindet Feuchtigkeit aus der Luft, weswegen selbst Trockenobst Schimmel ansetzen kann. Ansonsten gilt beim Lagern von Trockenobst die Dreier-Regel: dunkel, kühl, trocken. Vor allem der letzte Punkt schließt so manchen Keller aus. Den früher gern genutzten Dachboden fehlt speziell im Sommer wieder die Kühle.

Tipp: Nutze zur Lagerung von Trockenobst am besten Gläser (mit Schraubverschluss) oder gut schließende Boxen. Die Haltbarkeit von Dörrobst beträgt übrigens ein Jahr – mindestens.

Besten Dank an servus.com für die Tipps zum Dörrobst selbst machen.

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